Erneuerbare Energien in Deutschland

Gesetzliche Grundlagen

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) , auch deutsches Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien genannt, klärt die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien und regelt die Einspeisevergütungen.

Der jeweilige Netzbetreiber ist verpflichtet, den erzeugten Strom einzuspeisen. Die Höhe der Vergütung pro kWh ist von verschiedenen Faktoren und der Energieart abhängig.

 
Das im Januar 2014 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vorgestellte Eckpunktepapier zur Reform des EEG sieht eine deutliche Senkung der Einspeisevergütungen vor.
www.bmwi.de

Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)

Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) legt fest, das beim Neubau von Wohn- und Nichtwohngebäuden ein bestimmter Prozentsatz des Wärmeenergiebedarfs (Heizung, Warmwasserbereitung, Kühlung) durch erneuerbare Energien abgedeckt sein muss. Das Gesetz wurde letztmals zum 1. Mai 2011 novelliert und gilt seitdem auch für bestehende öffentliche Gebäude.

Marktanreizprogramm

Das Marktanreizprogramm des Bundesumweltministeriums ist das zentrale Förderinstrument für erneuerbare Energien im Wärmemarkt des Gebäudebestands. Ziel ist es, die 14 % Anteil der erneuerbaren Energien an der Wärmeversorgung zu erreichen. Die finanzielle Förderung umfasst zwei Teile:



 

Solarthermische Anlagen werden zur Heizungsunterstützung und Trinkwassererwärmung eingesetzt. Eine Förderung leistet das Marktanreizprogramm. ( www.solarwirtschaft.de )

Die Vergütungssätze variieren je nach Art der Anlage und Höhe der Anlagenleistung. Photovoltaikanlagen werden durch das EEG gefördert. ( www.solarwirtschaft.de )

Seit der neuen Förderrichtlinie vom 15. März 2011 gilt ein neuer Bemessungsmaßstab für die Förderung von Wärmepumpen: Die Förderung erfolgt nun nach der Wärmeleistung. ( www.geothermie.de )

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) hat eine Liste erstellt, in der die Förderprogramme der Europäischen Union, des Bundes und der Länder aufgeführt sind. ( www.fnr.de )




Wichtige Adressen

BINE Informationsdienst (Bürger-Information Neuer Energietechnik)

Der BINE Informationsdienst sorgt für den Wissenstransfer aus der Forschung.

BINE, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), vermittelt praxisrelevante Ergebnisse der Energieforschung. In einer Datenbank sind Förderprogramme mit Kontaktdaten, Antragsformularen und Richtlinientexten des Bundes für Privatleute gesammelt.
www.energiefoerderung.info , www.bine.info

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Mit der Bildung der neuen Bundesregierung im Dezember 2013 wurde dem BMWi die Zuständigkeit für die staatliche Energiepolitik übertragen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vermittelt auf den eigenen Internetseiten einen umfassenden und aktuellen Überblick über die Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union.
www.foerderdatenbank.de

Deutsche Energie-Agentur (dena)

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) berät Unternehmen, baut Netzwerke auf und stößt Projekte an.

Gesellschafter der dena sind unter anderem die Bundesrepublik Deutschland, die KfW Bankengruppe und die Allianz SE. Hersteller von Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien erhalten durch die dena Unterstützung zum Thema „Exportinitiative Erneuerbare Energien“. Berücksichtigt werden Windenergie, Wasserkraft, Geothermie, Photovoltaik, Solarthermie, Solarthermische Kraftwerke, Biogas sowie feste Biomasse und Biokraftstoffe.
www.dena.de , www.exportinitiative.de