Erneuerbare Energien in Frankreich

Gesetzliche Grundlagen

Mit dem Grenelle de l’environnement hat die französische Regierung 2007 alle Partner der Umweltpolitik in einem nationalen Umweltgipfel versammelt. Im Herbst 2008 legte das Gremium die Maßnahmen und Ziele zur Beförderung erneuerbarer Energien fest. Diese wurden schließlich in den beiden Gesetzen Loi Grenelle 1 (Juni 2009) und Loi Grenelle 2 (Juli 2010) festgeschrieben. (www.legrenelleenvironnement.fr)



Holz und Holzabfälle nehmen in Frankreich einen wichtigen Platz bei den erneuerbaren Energien ein. Die Agentur für Umwelt- und Energiewirtschaft (ADEME) rief 2008 und 2009 dazu auf, die Wärmegewinnung aus Biomasse in der Industrie, im Dienstleistungssektor und in der Landwirtschaft zu fördern. Das französische Ministerium für Landwirtschaft und Fischerei hat ein Programm aufgelegt, wonach 30 % der landwirtschaftlichen Betriebe Frankreichs bis 2013 den Eigenbedarf an Energie über Biomasse decken sollen.

Eine Förderungsmöglichkeit für Bioenergie sieht der Fonds chaleur vor. ( www.ademe.fr )

Frankreich setzt zwar bereits seit Jahrzehnten geothermische Anlagen in größerem Umfang ein, die Entwicklung der tiefen Geothermie kam aber ins Stocken.

Es gibt im Bereich der Geothermie ein großes Ausbaupotenzial und staatliche Förderungen sorgen für Wachstum. Für geothermische Installationen bietet unter anderem der Fonds chaleur Investitionsbeihilfen, außerdem schafft der französische Staat Anreize durch Einspeisetarife und Steuerersparnisse. ( www.ademe.fr )

Der Stromversorger Electricité de France (EDF) und die lokalen Stromversorgungsunternehmen Entreprises Locales de Distribution (ELD) sind dazu verpflichtet, Strom aus Photovoltaik-Anlagen zu einem festgelegten Tarif, dem Tarif d’achat, aufzukaufen. ( www.photovoltaique.fr ) Die jeweils aktuellen Einspeisetarife stehen in der RES Legal Europe Datenbank zur Verfügung. ( www.res-legal.eu )

Trotz der Deckelung des Volumens von Photovoltaikanlagen durch die französische Regierung auf 500 Megawatt jährlich, bietet die Solarthermie in Frankreich immer noch gute Perspektiven. 

Eine Förderung für solarthermische Anlagen bietet der Fonds chaleur, der eigens zur Förderung der Produktion von Wärme aus regenerativen Quellen eingerichtet wurde. Er wird von der Agentur für Umwelt- und Energiewirtschaft (ADEME) verwaltet. Der Fonds chaleur richtet sich an Industrie, Landwirtschaft, den Dienstleistungssektor und Eigentümer von Mehrfamilienhäusern. ( www.ademe.fr )



Wichtige Adressen

Agentur für Umwelt- und Energiewirtschaft (ADEME)

Informationen zu den verschiedenen Bereichen erneuerbarer Energien stellt die Agentur für Umwelt- und Energiewirtschaft (Agence de l’Environnement et de la Maîtrise de l’Energie, ADEME) zur Verfügung. (www.ademe.fr)

 

Fonds chaleur

Im November 2008 hat das Ministerium für Ökologie, Energie, nachhaltige Entwicklung und Raumplanung (Ministère de l`Ècologie, du Developpement durable, des Transports et du Logement) einen Maßnahmenkatalog zur Entwicklung der erneuerbaren Energien vorgestellt. In diesem Zusammenhang wurde der Wärme Fonds (Fonds chaleur) zur finanziellen Unterstützung dieser Entwicklung gegründet. Er richtet sich an Unternehmen, an die Landwirtschaft, an Gemeinden und an Eigentümer von Mehrfamilienhäusern. Mit der Verwaltung des Fonds wurde die Agentur für Umwelt- und Energiewirtschaft (ADEME) beauftragt. (www.ademe.fr)

 

HESPUL

HESPUL ist eine Non-Profit-Organisation, die sich zunächst auf den Bereich Photovoltaik konzentrierte. Heute stützt sich die Arbeit von HESPUL auf ein umfangreiches Netzwerk. Außerdem betreibt der Verein ein Informationszentrum für alle Bereiche der nachhaltigen Energiegewinnung und Energienutzung. Ziel ist die nationale Entwicklung von Energieeffizienz und erneuerbarer Energie. (www.hespul.org)