Erneuerbare Energien in Tschechien

Gesetzliche Grundlagen

Die Hauptaufgabe des staatlichen Energiekonzeptes ist die Sicherung einer verlässlichen, gefahrlosen und schonenden Energielieferung für Bedürfnisse der Bürger und der Wirtschaft, bei gleichzeitig wettbewerbsfähigen und angemessenen Preisen.

Die Konzeption konkretisiert die staatlichen Prioritäten und Ziele, wonach der Anteil der Energiegewinnung der Kernenergie auf 55 % gesteigert und der Anteil der Kohlenenergie von 60 auf 20 % gesenkt werden soll. Die Förderung der erneuerbaren Energiequellen soll ab 2013 beschränkt werden.

 

Der Energieaufwand in Tschechien ist sehr hoch. Ca. 25 % des Gesamtenergieverbrauchs könnten in Tschechien aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Jedoch ist zu erwarten, dass der Anteil wesentlich geringer ausfallen wird.



Preisentscheid zur Einspeisevergütung

Cenové rozhodnutí Energetického regulačního úřadu k podpoře výroby energií z obnovitelných zdrojů

Das Energetische Regulierungsamt ist für die Preisregulierung, die Untersuchung der Wettbewerbsbedingungen und die Marktbeobachtung im Energiesektor zuständig.  (www.eru.cz)

 

Erneuerbares-Energien-Gesetz

Zákon o obnovitelných zdrojích energií 



 

Aktionsplan für die Bioenergie

Die tschechische Regierung hat im Jahre 2012 den sog. „Aktionsplan für die Bioenergie in ČR im Zeitraum 2012-2020“ verabschiedet. Maßnahmen und Prinzipen dieses Plans sollen zur zweckmäßigen Nutzung der Bioenergie führen und helfen, die mit der EU vereinbarten Ziele der erneuerbaren Energiequellen zu erreichen. Bis 2020 soll der Anteil des Energieverbrauches am Bruttohausverbrauch 13,5 %, der Anteil der erneuerbaren Energie im Verkehr 10 % erreichen.

Informationen zu Fördermöglichkeiten gibt es auf den Internetseiten des Staatlichen Umweltfonds (Státní fond životního prostředí):
www.sfzp.cz

Die Nutzung von Geothermie (geotermika) findet in Tschechien nur begrenzt statt. Die geothermale Wärme wird zurzeit nur in kleineren Anlagen genutzt, größere Systeme verwenden geothermales Warmwasser für Brauchwasser oder für die Beheizung. Das Potenzial für die Geothermie ist jedoch vorhanden. Fachleute haben die Strömungen aufgrund von Tiefenbohrungen in ganz Tschechien gemessen und mit der Mapa tepelného toku v podloží ČR eine Karte über Wärmeströmungen erstellt. Der durchschnittliche Wert der Erdwärmeströmung ist ca. 650 W pro Hektar.

Informationen zu Fördermöglichkeiten gibt es auf den Internetseiten des Staatlichen Umweltfonds (Státní fond životního prostředí):
www.sfzp.cz

Die staatliche Förderung von neuen Photovoltaik-Anlagen wurde 2011 zunächst auf dach- und gebäudeintegrierte Anlagen bis 30 kW beschränkt und zusätzlich noch bis Ende des Jahres 2013 mit einer Gewinnsteuer in Höhe von 26 % belastet. Seit dem 01.01.2014 ist die staatliche Förderung von PV-Anlagen gestoppt.

Die Solarthermie (fototermika) kann in Tschechien gut genutzt werden. Die Gesamtzeit der Sonnenstrahlung liegt zwischen 1.400 bis 1.700 Stunden pro Jahr. Auf einen Quadratmeter Fläche fallen demnach jährlich durchschnittlich 1.100 kWh Energie.

Informationen zu Fördermöglichkeiten findet man auf den Internetseiten des Státní fond životního prostředí, dem staatlichen Umweltfonds. ( www.sfzp.cz )

 Das staatliche Energiekonzept (Státní energetická koncepce) 2004 - 2030 wurde zuletzt im November 2012 aktualisiert.



Wichtige Adressen

Agentur CzechInvest

CzechInvest ist eine Investitions- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Ministeriums für Industrie und Handel der Tschechischen Republik. Zielsetzung ist es, Investitionsanreize in Tschechien für direkte Auslandsinvestitionen zu schaffen, sowie Investitionen heimischer Unternehmen zu fördern. (www.czechinvest.org)

 

Energetisches Regulierungsamt

Das energetische Regulierungsamt ist für die Preisregulierung, die Untersuchung der Wettbewerbsbedingungen und die Marktbeobachtung im Energiesektor zuständig. (www.eru.cz) 

 

Energiesparendes Wohnen

Die Seite informiert über die Realisierung von Passivhäusern, über neue Trends des energiesparenden Wohnens sowie über Produktneuheiten und innovative Technologien. Sie beinhaltet Empfehlungen für Heizungs- und Haushaltsgeräte und bietet Lösungsvorschläge für die energieeffiziente Einrichtung von Wohnungen. (www.enuby.cz) 

 

Ministerium für regionale Entwicklung

Das Ministerium für regionale Entwicklung der Tschechischen Republik spielt eine zentrale Rolle bei der Finanzierung und Verwaltung regionaler Entwicklungsprojekte, wie etwa bei der Realisierung von Siedlungsbauvorhaben. Außerdem ist das Ministerium auch die Koordinierungsstelle für die Einhaltung und Umsetzung der Richtlinien des Europäischen Struktur- und Kohäsionsfonds. (www.mmr.cz)

 

Nationaler Kalkulator der Energieeffizienz von Gebäuden

Der nationale Kalkulator ermittelt auf der Grundlage einer national festgelegten Berechnungsmethode die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.
Zur Berechnung

 

Portal für Gebäudeenergetik

Das TZB-Informationsportal stellt Inhalte über technische Anforderungen für energieeffiziente Gebäudekonstruktionen bereit und liefert zudem ein breites Archiv zu einer Vielzahl von Themen rund um das energieeffiziente Bauen. Darüber hinaus sind auch Themen wie Brandschutz, Akustik von Gebäuden und Lärmschutz Gegenstand des TZB-Informationsportals. Das Portal wird täglich aktualisiert. (www.tzb-info.cz)

 

Portale zum Passivhaus

Das Passivhaus-Zentrum ist eine nichtstaatliche Organisation und stellt Informationen über energieeffizientes Bauen sowie über den Bau von Passivhäusern innerhalb der Tschechischen Republik bereit. Mitglieder sind beispielsweise Architekten, Baufirmen und Zuliefererfirmen. (www.pasivnidomy.cz)

Auf dem TZB-Infoportal können Experten-Artikel zu Themen wie Tragwerksplanung, Energiebedarf, Wärmerückgewinnung oder Qualität von Gebäudefassaden nachgelesen werden. Zudem gibt es Erfahrungsberichte aus der Sicht von Architekten, Designern und Anwendern über Passivhäuser, ihre optimale Gestaltung und ihren optimalen Betrieb. (stavba.tzb-info.cz) 

 

Programm "Grünes Licht für Einsparungen"

Das Förderprogramm „Neues Grünes Licht für Einsparungen“ (Nová zelená úsporám) knüpft an das Programm „Grünes Licht für Einsparungen“ an. Es wird in den Jahren 2013 bis 2020 laufen und ist für Besitzer von privaten und öffentlichen Gebäuden bestimmt. Die Förderung zielt auf die Wärmedämmung von Familien- und Wohnhäusern sowie auf öffentliche Gebäude wie Kindergärten, Schulen, Altersheime u.a. Gefördert werden auch Neubauten in Passivhausbauweise.

2013 fand die erste Ausschreibungsrunde für Förderanträge im privaten Sektor statt. Der Beginn der zweiten Runde wurde für den 01.04.2014 angesetzt.

Mehr Informationen unter +420 800 260 500 oder auf den Seiten von www.nova-zelenausporam.cz

 

Umweltministerium

Das Umweltministerium ist die zentrale Regierungsbehörde für staatliche Umweltpolitik. Sie ist zuständig für den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen, für Wasser- und Abfallwirtschaft, Luft- und Naturschutz sowie Landschaftspflege. Auch die Beurteilung von wirtschaftlichen Aktivitäten und deren Auswirkungen auf die Umwelt, sowohl innerhalb der Tschechischen Republik als auch in grenzüberschreitender Dimension, zählen zum Zuständigkeitsbereich des Umweltministeriums. (www.mzp.cz)